Zwischen dem Auwaldboden im Leipziger Westen und den sandigeren Kiesen im Nordosten liegen Welten, wenn es um den Straßenbau geht. In Grünau oder Plagwitz trifft man oft auf setzungsempfindliche Auenlehme, während in Mockau oder Thekla glaziale Sande und Kiese vorherrschen, die sich völlig anders verdichten lassen. Genau hier setzt die CBR-Studie für Straßenentwurf an: Sie übersetzt die lokale Bodenbeschaffenheit in einen Tragfähigkeitskennwert, der über die Dimensionierung des gesamten Oberbaus entscheidet. Ohne eine standortbezogene Kalibrierung des California Bearing Ratio läuft man Gefahr, entweder überdimensioniert und teuer zu bauen oder später Verformungen und Risse im Belag zu riskieren. In einer Stadt mit rund 600.000 Einwohnern und einem wachsenden Gewerbegürtel entlang der A9 und A14 wird jede Baumaßnahme zu einer Frage der Wirtschaftlichkeit und der Dauerhaftigkeit – beides beginnt mit einem soliden Untergrund, den wir im Labor und vor Ort charakterisieren.
Der CBR-Wert ist kein Selbstzweck, sondern die Brücke zwischen dem, was der Boden hergibt, und dem, was die Straße aushalten muss.
Arbeitsumfang in Leipzig

Lokale geotechnische Bedingungen in Leipzig
In Leipzig erleben wir immer wieder, dass selbst gut verdichtete Auenlehme nach einem nassen Frühjahr plötzlich CBR-Werte unter 5 % zeigen, obwohl die Walze im trockenen Herbst noch grünes Licht gegeben hat. Das ist die Tücke der bindigen Böden im Leipziger Land: Die Tragfähigkeit ist extrem wasserabhängig, und die Witterung in der Elster-Luppe-Aue kann innerhalb weniger Wochen die gesamte Bemessung kippen. Ein CBR-Abfall von 15 % auf 3 % bedeutet für einen flexiblen Belag nach RStO schnell eine Verdopplung der erforderlichen Tragschichtdicke. Wer das ignoriert, bekommt später Spurrinnen oder Querrisse, die sich in Leipzigs Straßenbild derzeit an vielen Bushaltestellen und Kreuzungen zeigen. Unser Labor empfiehlt deshalb, die CBR-Studie für Straßenentwurf immer mit einer Sieblinienanalyse und einer Bestimmung der Plastizität nach Atterberg zu koppeln – nur so kann man beurteilen, ob der Boden überhaupt verbesserungsfähig ist oder ob ein Bodenaustausch unumgänglich wird.
Unsere Leistungen
Unsere CBR-Studie für Straßenentwurf in Leipzig ist in zwei Leistungspakete gegliedert, die sich am Planungsstand und an den Anforderungen der ausschreibenden Stelle orientieren:
CBR-Basisprüfung für Planum und Unterbau
Umfasst Probenahme auf der Baustelle in Leipzig, Proctorversuch zur Bestimmung der Verdichtungskennwerte, Herstellung von drei Prüfkörpern und CBR-Prüfung nach DIN EN 13286-47 mit 4-tägiger Wasserlagerung. Inklusive Sieblinie und Kurzbericht mit Klassifikation nach DIN 18196.
CBR-Prüfung mit Quellverhalten und Mehrpunkt-Auswertung
Erweiterte Prüfung für kritische Böden (z.B. Auenlehm, Geschiebemergel) mit kontinuierlicher Messung des Quellmaßes über 96 Stunden, Bestimmung des CBR-Wertes bei 2,5 mm und 5,0 mm Eindringung sowie Angabe des maßgebenden Wertes. Empfehlung zur Oberbau-Dimensionierung nach RStO 12 auf Basis der ermittelten Kennwerte.
Häufige Fragen
Was kostet eine CBR-Studie für Straßenentwurf in Leipzig?
Für eine CBR-Basisprüfung nach DIN EN 13286-47 in Leipzig liegen die Kosten je nach Probenanzahl zwischen €140 und €250 pro Prüfkörper. Der Preis umfasst Proctorkurve, Herstellung und Tauchlagerung. Bei bindigen Böden mit mehreren Prüfpunkten oder zusätzlichem Quellversuch kann der Aufwand steigen. Wir erstellen vorab ein verbindliches Angebot auf Basis der Baugrundbeschreibung.
Wann ist ein CBR-Versuch in Leipzig sinnvoll und wann reicht der Plattendruckversuch?
Der Plattendruckversuch liefert den Ev2-Wert und ist ein schneller Feldversuch für die Verdichtungskontrolle. Der CBR-Versuch geht weiter: Er simuliert den durchfeuchteten Zustand, der in Leipzigs Auenböden oft maßgebend wird. Wir empfehlen den CBR immer dann, wenn die RStO 12 eine rechnerische Dimensionierung verlangt, wenn bindige Böden mit wechselnden Wassergehalten vorliegen oder wenn ein Bodenaustausch mit Fremdmaterial geplant ist, dessen Tragfähigkeit nachgewiesen werden muss.
Wie lange dauert eine CBR-Prüfung im Labor?
Die reine Prüfzeit beträgt etwa 4 Tage für die Wasserlagerung plus einen Tag für den Eindringversuch und die Auswertung. Inklusive Probenvorbereitung und Proctorversuch sollten Sie mit etwa 7 bis 10 Werktagen rechnen. Wenn Eilbedarf besteht, sprechen Sie uns an – in Abstimmung mit dem Labor in Leipzig finden wir meist eine Lösung, die zum Bauzeitenplan passt.
Welcher CBR-Wert wird für eine Straße in Leipzig mindestens benötigt?
Die RStO 12 fordert auf dem Planum in der Regel einen Verformungsmodul Ev2 von mindestens 45 MN/m², was bei grobkörnigen Böden etwa einem CBR von 10-15 % entspricht. Für die Tragschicht unterhalb der Asphaltdecke steigen die Anforderungen auf CBR-Werte über 30 %. Bei den oft anzutreffenden Auenlehmen in Leipzig sind diese Werte ohne Bodenverbesserung oder Austausch selten erreichbar – genau deshalb ist die standortbezogene CBR-Studie für Straßenentwurf so entscheidend. Mehr Info.