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Leipzig, Germany

Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Leipzig: Normgerechte Wasserdurchlässigkeitsprüfung nach DIN

Im Raum Leipzig bestimmen wir die Wasserdurchlässigkeit des Untergrunds nach DIN 18130-1 sowie nach DIN EN ISO 22282. Ob für Versickerungsanlagen in der Leipziger Tieflandsbucht oder Baugruben in den grundwassernahen Quartären der Weißen Elster – der Felddurchlässigkeitsversuch liefert die belastbaren kf-Werte, die für die Entwässerungsplanung und Abdichtungsdimensionierung unverzichtbar sind. Gerade in Leipzig mit seinen mächtigen Auenlehm- und Kieshorizonten und einem oft nur wenige Meter unter Gelände anstehenden Grundwasser kann ein reines Laborergebnis nie das komplexe In-situ-Gefüge mit Schichtfugen und Makroporen abbilden. Die Kombination mit einer Korngrößenanalyse hilft, die Ergebnisse zu kalibrieren, aber erst der Feldversuch erfasst die tatsächliche Anisotropie der Durchlässigkeit, die für eine wasserrechtliche Erlaubnis der unteren Wasserbehörde Leipzig nachzuweisen ist. Unser Team führt den Lefranc-Versuch im Lockergestein und den Lugeon-Test im Festgestein mit konstanter oder fallender Druckhöhe durch – immer abgestimmt auf die hydrogeologischen Bedingungen des Leipziger Auwalds und der angrenzenden Porphyrkuppen.

Ein Feldversuch erfasst die wahre, schichtungsbedingte Anisotropie – das kann keine Laborprobe aus dem Leipziger Schmelzwasserkies leisten.

Arbeitsumfang in Leipzig

Die quartäre Lockergesteinsabfolge in Leipzig – geprägt von weichselkaltzeitlichem Schmelzwassersand und -kies unter holozänem Auelehm – zeigt oft eine stark schwankende Durchlässigkeit zwischen kf = 1×10⁻³ und 1×10⁻⁶ m/s. In den tieferen tertiären Sanden und Braunkohleflözen, die das Leipziger Stadtgebiet unterlagern, treten zudem gespannte Grundwasserleiter auf, die bei unsachgemäßer Erkundung hydraulische Kurzschlüsse verursachen können. Wir setzen bei jedem Felddurchlässigkeitsversuch auf eine sorgfältige Vorerkundung der Schichtenfolge mittels Rammkernsondierung oder Sondierungen mit der schweren Rammsonde, um die exakte Lage der Testintervalle zu definieren. Der Lefranc-Test wird üblicherweise in temporären 4- bis 6-Zoll-Bohrungen mit einer verfilterten Messstrecke ausgeführt, wobei wir über ein constant-head-System mit präzisem Durchflussmesser die stationären Bedingungen dokumentieren. Im Leipziger Fels, etwa im Granitporphyr der Beuchaer Kuppe, kommt das Lugeon-Verfahren zum Einsatz: Hier injizieren wir Wasser über einen Doppelpacker in verrohrte Bohrstrecken und zeichnen Druckstufen und Volumenströme auf. Die Auswertung erfolgt nach Hvorslev oder über die Lugeon-Kriterien, stets unter Einhaltung der Vorgaben des DWA-Arbeitsblatts A 138 für die dezentrale Versickerung.
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Leipzig: Normgerechte Wasserdurchlässigkeitsprüfung nach DIN
Felddurchlässigkeitsversuch (Lefranc/Lugeon) in Leipzig: Normgerechte Wasserdurchlässigkeitsprüfung nach DIN
ParameterTypischer Wert
PrüfnormenDIN EN ISO 22282, DIN 18130-1, DWA-A 138
Verfahren LockergesteinLefranc (constant / falling head)
Verfahren FestgesteinLugeon (5 Druckstufen à 10 min)
Messbereich kf1×10⁻² bis 1×10⁻⁹ m/s
Bohrlochdurchmesser100–200 mm (Lefranc), 46–76 mm (Lugeon)
PackersystemEinfach- oder Doppelpacker, pneumatisch
Typische Testtiefe Leipzig2–30 m u. GOK

Lokale geotechnische Bedingungen in Leipzig

Ein mobiles Wasserfass mit geregeltem Zulauf, die Druckmessdose im Bohrloch und der Datenlogger auf dem Stativ – das ist das typische Setup, mit dem wir an einer Leipziger Baustelle anrücken. Ohne diesen Versuch tappt man bei der Dimensionierung einer Rigole oder eines Retentionsraums im Unklaren. Wir sehen bei Bestandsüberprüfungen regelmäßig, dass reine Laborwerte an gestörten Proben die Durchlässigkeit um den Faktor 10 bis 100 unterschätzen, besonders im oxidierten, klüftigen Geschiebemergel, der südlich des Leipziger Stadtzentrums ansteht. Umgekehrt kann ein unentdeckter Feinsandhorizont im Auenlehm die Versickerung lokal komplett unterbinden, was bei Starkregenereignissen – und Leipzig hat mit etwa 570 mm Jahresniederschlag durchaus konvektive Starkzellen – zu unerwünschtem Aufstau führt. Bauherren, die bei der wasserrechtlichen Erlaubnis nur mit Schätzwerten antreten, riskieren Auflagen oder Ablehnung durch die Wasserbehörde. Der Felddurchlässigkeitsversuch liefert die belastbare Grundlage, um die Einleitmenge in den Untergrund sicher nachzuweisen und die Anlage wirtschaftlich zu dimensionieren.

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Anwendbare Normen: DIN EN ISO 22282 – Geotechnische Erkundung und Untersuchung – Geohydraulische Versuche, DIN 18130-1 – Bestimmung des Wasserdurchlässigkeitsbeiwerts, DWA-A 138 – Planung, Bau und Betrieb von Anlagen zur Versickerung von Niederschlagswasser

Unsere Leistungen

Unser geotechnisches Leistungsspektrum für Leipziger Projekte im Bereich In-situ-Durchlässigkeit umfasst die Beratung, Feldarbeit und Auswertung aus einer Hand. Wir arbeiten mit akkreditierten Partnern für die Analytik und dem eigenen Bohrteam für die Sondierungen.

Lefranc-Versuch im Lockergestein

Constant-head- oder Falling-head-Test in Rammkern- oder Spülbohrungen. Ermittlung des kf-Werts für die wasserrechtliche Genehmigung von Versickerungsanlagen und zur Baugrubenentwässerung im Leipziger Auenlehm und Terrassenkies.

Lugeon-Test im Festgestein

Wasserabpressversuch mit Doppelpacker in gekernten Bohrungen. Beurteilung der Gebirgsdurchlässigkeit und Abdichtungsnotwendigkeit bei Gründungen in Leipziger Porphyr oder bei Tunnelbauwerken im Grundgebirge.

Hydrogeologische Beratung & Monitoring

Planung des Versuchsprogramms nach DWA-A 138, Einrichtung von Grundwassermessstellen im Leipziger pleistozänen Grundwasserleiter, Durchführung von Pumpversuchen und Erstellung des hydrogeologischen Berichts für die Behörde.

Häufige Fragen

Wann brauche ich in Leipzig einen Felddurchlässigkeitsversuch statt nur einer Laboranalyse?

Sobald eine Versickerungsanlage nach DWA-A 138 geplant ist oder eine wasserrechtliche Erlaubnis beantragt werden muss, verlangt die untere Wasserbehörde in der Regel belastbare In-situ-kf-Werte. Im stark heterogenen Leipziger Untergrund mit Auenlehm, Kieslinsen und Geschiebemergel weichen Laborwerte an gestörten Proben oft drastisch ab. Der Feldversuch liefert den Bemessungs-kf-Wert, der die reale Schichtung, Makroporen und Klüfte abbildet.

Was kostet ein Lefranc-Versuch in Leipzig ungefähr?

Für einen einzelnen Lefranc-Versuch inklusive Bohrung, Testdurchführung und Auswertung nach DIN liegt man in Leipzig meist zwischen €520 und €1080, abhängig von der Tiefe und dem Bohrverfahren. Ein Lugeon-Test im Fels ist aufwändiger und entsprechend am oberen Ende des Spektrums angesiedelt. Wir erstellen gern ein Festpreisangebot nach Vorerkundung der Schichtenfolge.

Welche Bohrung wird für den Lefranc-Test benötigt und wie lange dauert die Ausführung?

Wir setzen meist Rammkernbohrungen (Durchmesser 100–200 mm) ein, die wir temporär verrohren, um ein Nachbrechen der Leipziger Auesedimente zu verhindern. Die Teststrecke wird mit einem Filterrohr ausgebaut und mit Quarzsand hinterfüllt. Der eigentliche Versuch läuft über 30 bis 60 Minuten pro Testtiefe, zuzüglich der Zeit für die Sättigung des Bodens. Mit Bohrung und Rückbau rechnen Sie pro Aufschluss mit einem Tag Feldarbeit.

Abdeckung in Leipzig